Das Jahr 2018 geht dem Ende entgegen und wir veranstalten unser letztes Konzert des Jahres in der Reihe „Musica e Vino“.

 

Auf der Orgel wird Henk de Vries, der bereits mehrere goßartige Konzerte bei uns gespielt hat,

am

Sonntag, den 9. Dezember 2018 um 17 Uhr

in der Waller Kirche, Lange Reihe 79,

sein Können auf dem Instrument erneut unter Beweis stellen.
Sein Motto lautet diesmal

Fröhlich in allen Ehren  

Er hat für uns dazu Werke von Dietrich Buxtehude, Heinrich Scheidemann, B. Schmid, Samuel Scheidt, Johann Sebastian Bach, Matthias Weckmann und Claude Daquin herausgesucht.
 
 
 
 
 

Henk de Vries studierte Orgel am Konservatorium Groningen bei Johan Beeftink und Theo Jellema. Als Nebenfächer wählte er zeitgenössische Improvisation, Klavier, Cembalo, Continuospiel sowie Chorleitung. Gleichzeitig studierte er als zweites Hauptfach Kirchenmusik am Königlichen Konservatorium in Den Haag. 2008 schloss Henk de Vries eine zweijährige Zusatzspezialisierung auf Orgelspiel mit „sehr gut“ ab und erhielt den Titel „Master of Music“. Diese Ausbildung erfolgte bei Theo Jellema, Jos van der Kooy sowie Prof. Wolfgang Zerer an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Er ist Kantor und Organist in Zuidbroek und Zeerijp. In März 2016 ist Henk auch ernannt worden als neue Organist der Gottesdienste Groningen Martinikirche.

Zusätzlich schloss Henk im Jahr 2011 seine Ausbildung zum Orgelsachverständigen im Rahmen der LOTO („Nationale Ausbildung zum Orgelsachverständigen“) mit „cum laude“ ab. Henk de Vries ist Mitglied der Gesellschaft der Orgelsachverständigen der Niederlande.

Seit 2014 ist er Orgelsachverständiger des Martinikirches Groningen. Als Publizist schreibt Henk über Orgeln und Restaurationen.

Viele Konzerte hat er gegeben in den Niederlanden und im europäischen Raum: Groningen, Rotterdam, Leeuwarden, Deventer, Leiden, Deurne, Leens, und Italien (Arona, Valvasone), Belgien (Laeken, Brussel), Deutschland (Bremen, Hamburg, Norden), Spanien (Gran Canaria), Ungarn (Budapest), Österreich (Linz), Schweden (Vadstena);

sowie in den USA (Washington DC, Pittsburgh, Cleveland).

Meisterkurse hat er gegeben für den Königlichen Verein für Organisten und Kirchenmusiker der Niederlande, zum Beispiel Orgelimprovisation, Orgelspiel und Liturgie im Gottesdienst, Einführungsvorträge in: Fr. Couperin - Messe Solenelle (und danach das Werk integral Alternatim gespielt), O. Messiaen - La Nativité du Seigneur (Zweimal, und nachdem das Werk vollständig gespielt), J.S. Bach – Orgelwerke, F. Mendelssohn – Orgelwerke.

Häufig werde ich als Juror bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben eingeladen, unter anderem beim VI. Concorso Organistico Internazionale „Organi Storici del Basso Fruili” in Muzzana del Turgnano.

 
 

Seien Sie herzlich eingeladen !


Wie immer bieten wir Ihnen beim Konzert unseren Orgelwein aus der Pfalz zur entspannten Atmosphäre in unserer Waller Kirche an.

Anstelle von Eintritt wird um eine Spende gebeten.

 
 
Programm:
 
 

Dieterich Buxtehude (1637-1707)

Praeludium in g, BuxWV 149

Dieterich Buxtehude (1637-1707)  

Passacaglia, BuxWV 161

Dieterich Buxtehude (1637-1707)  

Gelobet seist du, Jesu Christ, BuxWV 189

Samuel Scheidt (1587-1654)

Psalmus in die Nativitatis Christi, SSWV 135
(Gelobet seist du, Jesu Christ)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Gelobet seist du, Jesu Christ – BWV

Matthias Weckmann (ca 1616-1674)

Magnificat secundi toni
Alternatim Sang und Orgel (vier Orgelversen)

Pause

Johann Sebastian Bach (1685-1750)  

Lobt Gott, ihr Christen, Allzugleich, BWV 609

Claude Daquin

Noel X, Grand Jeu et Duo

Tanzen in den deutschen Tabulaturbüchern

B. Schmid (1577)

Anonym (1593)


Ein schöner Englischer Dantz
Ein guter Hofdantz

Frölich in allen Ehren

Heinrich Scheidemann

Benedicam Domino (motet H. Praetorius)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Für 2019  sind weitere neue Konzerte geplant und in Vorbereitung !

 


 

 

Übersicht der bereits durchgeführten Konzerte: 

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Der herbstlichen Traurigkeit keine Chance !

 

Zu diesem Thema spielt in der
Waller Kirche, Lange Reihe 79

am Samstag, den 10. November 2018, um 17:00 Uhr

die Instrumentalgruppe „Banjacco“

unter dem Motto „Zu fernen Ufern - Folkloristisches aus vielen Ecken der Welt“.

 

2018 11 10 Banjacco

 

 

Ob urwüchsig-derb, geheimnissvoll oder feinsinnig-spritzig - es werden bekannte und unbekannte Melodien dargeboten.

 

Zur Gruppe gehören:

Hansjürgen Beckmann - Banjo
Ingo Carstensen - Gitarre
Lilo Klümper - Akkordeon
Renate Koch - Akkordeon & Percussion
Leitung: Bianca Schüttpelz - Flöten & Percussion

 

Wie immer bieten wir Ihnen beim Konzert unseren Spätburgunder-Orgelwein aus der Pfalz zur entspannten Atmosphäre
in unserer Waller Kirche an.

 

Anstelle von Eintritt wird um eine Spende gebeten.

 

 

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Der herbstlichen Traurigkeit keine Chance !

 

Unter diesem Motto spielt in der
Waller Kirche, Lange Reihe 79

am Freitag, den 2. November 2018, 19:30 Uhr

das Quartett „Jorge Luis Pacheco & friends“ (Achtung: veränderter Beginn!).

Im Konzert werden Kompositionen von Jorge Luis Pacheco sowie Jazz- und Popsongs u.a. von George Gershwin und Leonard Cohen mit Anna-Rabea Pacheco interpretiert. Das Konzert wird gemeinsam mit dem Chor „West Voices“ eröffnet. Es wirken mit: Jorge Luis Pacheco - Klavier, Gesang; Anna Rabea Pacheco - Gesang, Chorleitung; Thomas Hempel - Schlagzeug und Helmut Reuter - Bass.

 

2018 11 02 Konzert J. L. Pacheco

 

 

Jorge Luis Pacheco, aus Havanna,  ist einer der herausragendsten Pianisten und Musiker der neuen Generation kubanischer Musiker. Im Juli 2014 gewann er den ersten "Audience Award" und den zweiten "Jury Award" beim internationalen Jazz Piano Wettbewerb in Montreux. Seitdem gibt er Konzerte als Solopianist, im Klavierduo  mit seiner Schwester Marialy Pacheco, mit seinem kubanischem Quartett  und arbeitet mit Musikern wie Wynton Marsalis, Javier Zalva , Lenny White u.a. zusammen.

Jorge Luis lebt seit 2016 in Oldenburg ( Deutschland ) , wo er gemeinsam mit seiner Frau Anna Rabea Pacheco ( voc ) , Thomas Hempel ( dr ) und Helmut Reuter ( b ) ein Quartett gegründet hat. Sie haben ein Konzertprogramm zusammengestellt, dass aus eigenen Kompositionen, raffinierten Bearbeitungen cubanischer Klassiker und anspruchsvoll arrangierten Songs mit 2-stimmigem Gesang besteht. Im Sommer 2018 wurde die erste CD des Quartetts veröffentlicht. Die CD „ Live at Wilhelm 13 “ ist ein Mitschnitt eines Konzertes am 10.3.2018 im „Wilhelm 13“ in Oldenburg.

 

Jorge Luis Pacheco & Friends ©Ramona Schulz


 

Wie immer wird in der Reihe „Musica e Vino“ in der Pause ein wohlschmeckender Spätburgunder aus der Pfalz angeboten.
Der Eintritt bei den Konzerten in der Waller Kirche ist frei.
Wir bitten jedoch sehr herzlich um Spenden.

 

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Am
Samstag, dem 11. August 2018, 17 Uhr
findet in der
Waller Kirche, Lange Reihe 79

unser nächstes Konzert statt.

Johan Brouwer spielt auf unserer Orgel und auf einem speziell nachgebauten Cembalo verschiedene Werke von Susanne van Soldt, Girolamo Frescobaldi, Wilhem Carges, Heinrich Scheidemann, Georg Böhm und Johann Sebastian Bach.


2018 08 11Cembalo Vaudry

 Das besondere an dem Cembalo: Es handelt sich um eine Kopie eines französischen Cembalos aus dem 17. Jahrhundert, 1980 von David Rubio - nach einem Instrument von Antoine Vaudry aus dem Jahr 1681 – gebaut. Die Verzierung des Instruments (Chinoiserie), eine Kopie des Originals, wurde von Ann Mactaggart ausgeführt.

 

 

Johan Brouwer studierte Orgel und Musiktheorie am Prins Claus Conservatorium in Groningen, Niederlande und

2018 08 11 Johan Brouwer

anschließend Cembalo am Conservatorium van Amsterdam. Nach seinem Solistenexamen studierte er bei dem berühmten Gustav Leonhardt weiter und nahm an Meisterklassen bei Ton Koopman, René Saorgin und Jos van Immerseel teil.

Johan Brouwer gab Konzerte in den Niederlanden, in Frankreich, Portugal, Schweden, England und Deutschland und war dem Groninger Barockorchester Collegium Musicum als Leiter und Cembalist verbunden, mit dem er sich neben den großen traditionellen Werken des Barock auch unbekannten Werken des 17. und 18. Jahrhunderts widmete. Außerdem war er lange Zeit Dirigent des Winschoter Kamerkoor, mit dem er in Zusammenarbeit mit dem Collegium Musicum Groningen vorwiegend Musik des 17. Jahrhunderts aufführte.

Es gibt diverse CD-Einspielungen von Johan Brouwer, u.a. eine CD ausschließlich gespielt auf seiner von David Rubio gebauten Cembalo-Sammlung; eine CD mit Radioaufnahmen des NCRV aus den Jahren 1973 und 1983, eingespielt auf den Hinsz-Orgeln von Midwolda und Appingedam sowie 2 CDs, die dem Büchlein „35 Jahre Collegium Musicumroningen“ beiliegen, worauf er als Continuo-Spieler wie auch als Dirigent zu hören ist. 2012 erschien eine CD mit Werken, die auf dem berühmten Arp Schnitger Positiv (1695) in Nieuw-Scheemda und auf seinem italienischen Cembalo - 1977 von David Rubio, nach Giovanni Giusti (1679), gebaut - eingespielt wurde. 2014 erschien eine neue CD mit dem Titel ‚Bach und der Französische Barock‘. 2016 kam seine neueste CD ‚Vaudry’ mit französischer Musik und Werken von J.S. Bach heraus.

 

Anstelle von Eintritt bitten wir um eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit.

Wir würden uns freuen, wenn Sie am Samstag unser Konzert besuchen würden. 
Kosten Sie auch von unserem 
Spätburgunder Orgelwein und stimmen Sie sich damit auf einen freundlichen Samstagabend ein.

 

 

 

 Programm:

- Myn siele Wylt den Herre met Lof sanch Prijsen 

103 Sallem

Susanne van Soldt (Manuskript 1591)

- Magnificat 

- Toccata quarta per l’Elevatione


(5 Verse)
Girolamo Frescobaldi (1583-1643)


Die Orgel in Walle diente zunächst natürlich zu liturgischem Gebrauch, die Vertonung von Psalm 103 ‘Lobe den Herrn meine Seele‘ stammt aus dem Manuskript von Susanne van Soldt (1591).

Die 5 Verse des Magnificat wurden in Abwechslung mit gregorianischem Gesang gespielt. Die Toccata quarta wurde zum heiligsten Moment der Messe bei dem Emporheben der Hostie (Elevatione) gespielt. Für einen Augenblick wähnt man sich in der Ewigkeit.

- Vater unser

Choral mit
3 Variationen

Wilhem Carges (1613-1699)

Magister Wilhelm Carges entstammt ebenfalls der Schule von Sweelinck und arbeitete in Berlin.

- Präludium

- Pavane Lachrymae

- Gagliarda ex D

Heinrich Scheidemann (1595-1663)


Scheidemann war ein wichtiges Bindeglied zwischen Sweelinck und Bach. Das Präludium ex D ist im norddeutschen Klavierstil mit großen Klangflächen komponiert. In der Renaissance gab es viele Tanzfolgen, wie die langsame Pavane gefolgt von der schnelleren Gaillarde. Die Pavane Lachrymae basiert auf dem berühmten Lied ‚Flow my tears‘ von John Dowland.

 - Ach wie flüchtig, ach wie nichtig


Choral mit
7 Variationen

Georg Böhm (1661-1733)

Die Choralvariationen (Partitas) von Böhm waren einflussreiche Beispielefür den jungen Bach.

 

 

  Pause  
Cembalo    

- Präludium, Fuge und Postludium


 

Georg Böhm (1661-1733)


Böhm arbeitete in Lüneburg, der Stadt in der Bach seine Jugendjahre verbrachte. Das Präludium, die Fuge und das Postludium in G-Moll sind ein gutes Beispiel für den norddeutschen Orgelstil. Böhm benutzt in diesem Stück oftmals gebrochene Akkorde, Style Brisé, die er von Kompositionen für die Laute übernommen hatte; die Fuge weist französische Einflüsse auf. Lüneburg war dem französischen Hof von Celle verbunden.


- Suite II pour le Clavessin








- *Allemande *Courante *Sarabande












Präludium, Fuge und Allegro in Es-Dur

 

BWV 813

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sie hören die frühe Version aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach (1722).



Die Bezeichnung Französische Suite stammt von dem Komponisten Marpurg, vermutlich wegen der Erweiterung späterer Fassungen mit allerlei 'Galanterien'. Diese frühe Fassung aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ermöglicht auch einen Einblick in den Schaffensprozess Bachs; vor allem an der Courante hat Bach später wenig geändert.



Vielleicht war dieses Stück vom Werk Georg Böhms inspiriert, Bach benutzt dieselben Techniken, gebrochene Akkorde (style brisé) und wie bei Böhm ist auch dies ein dreiteiliges Werk. Der ursprüngliche Titel lautet 'Preludo pur Luth ó cembalo', aber das Stück ist in Klaviernotation geschrieben. Die Fuge ist eine Da-Capo-Fuge, bei der im mittleren Teil der style brisé angewendet wird. Das Stück endet mit einem lebendigen Allegro.

 

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